
Mit Markus Amann setzt die Raiffeisenbank im Walgau auf Kontinuität und neue Impulse zugleich. Er wird ab 2021 Risikovorstand der Regionalbank. Gemeinsam mit Markus Prünster und Christian Fiel bildet er nach dem pensionsbedingten Ausscheiden von Klaus Kessler den neuen Dreiervorstand.
Du übernimmst nächstes Jahr den Vorstandssessel der Raiffeisenbank im Walgau – wie fühlt sich das an?
Vorstand der Raiffeisenbank im Walgau zu sein, ist zuerst einmal eine reizvolle Ehre. Es freut mich sehr, dieses Vertrauen zu bekommen und diese Verantwortung tragen zu dürfen. Selbstverständlich habe ich Respekt vor der Aufgabe, jedoch weiß ich, selbst sehr gut darauf vorbereitet zu sein und ein starkes Team hinter mir zu haben.
„Gut vorbereitet“ – was heißt das, welchen beruflichen Hintergrund bringst du mit?
Ich habe an der Hochschule Liechtenstein studiert und mich schon damals mit dem Bankwesen generell und den Genossenschaftsbanken im Speziellen beschäftigt. Doch meine ersten beruflichen Berührungspunkte mit Raiffeisen liegen noch wesentlich weiter zurück: 1990 startete ich mein Berufsleben bei der damaligen Raiffeisenbank Nenzing. Ich arbeitete einige Jahre im Private Banking der Raiffeisenbank Lech und übernahm später dort die Geschäftsleitung. Nach einer Station bei der Raiffeisen Privatbank Liechtenstein war ich zuletzt bei einem Mitbewerber als Regionalleiter der Alpenregion Bludenz tätig.
Das hört sich tatsächlich sehr gut vorbereitet an.
Meine beruflichen Stationen und meine Kompetenzen sind jedoch nur das eine. Meine Begeisterung für eine genossenschaftliche Regionalbank das andere. Ich bin überzeugter Regionalbanker, ich bin begeistert vom Modell einer Genossenschaftsbank und freue mich daher umso mehr, jetzt bei der Raiffeisenbank im Walgau angekommen zu sein.
Apropos „ankommen“. Woher kommst du?
Ich wohne gemeinsam mit meiner Frau seit vielen Jahren in Röns. Den regionalen Bezug habe ich also schon im Blut. Ich schätze das Leben in der kleinsten Gemeinde Vorarlbergs sehr. Meine drei Töchter – zwischen 8 und 23 – sehen das zwar manchmal anders, aber in Wahrheit sind auch sie begeisterte Rönser.
Dann sieht man dich öfters in den Bergen?
Ja, immer wenn es die Zeit zulässt, bin ich in den Bergen – im Sommer am Wandern, im Winter am Skifahren. Ich suche generell sehr gerne den Ausgleich in der Natur und genieße den Sport in unserer Region.
Du wirst Risikovorstand – sind es gute Zeiten, als solcher bei einer Regionalbank einzusteigen?
Die Risikosituation hierzulande ist aktuell eine sehr ruhige. Tatsächlich tauchen immer wieder einzelne Wolken auf, jedoch sind wir in Vorarlberg in einer ausgezeichneten Lage – sowohl im Privat- als auch im Unternehmensbereich. Es ist die Aufgabe einer Bank, Risiko einzugehen: Wir gleichen zwischen dem kurzfristigen Horizont eines Anlegers und dem Wunsch von Kunden nach langfristigen Investitions- und Wohnbaukrediten aus. Doch als Regionalbank haben wir einen Grundsatz: Jedes Risiko muss abschätzbar sein. Wir sind keine internationale Großbank, wir sind eine vernünftige Regionalbank, die nicht auf schnellen Gewinn aus ist, sondern nachhaltig wirtschaftet – daran werde auch ich als
Risikovorstand festhalten.